Einbeziehung der Jugend in die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Fischarten im Rahmen von Wasserrückhaltemaßnahmen in der Landschaft - Unterricht für Schüler*innen

Im ersten Teil des Projekts „Einbeziehung der Jugend in die Erhaltung kritisch bedrohter Fischarten im Rahmen von Wasserrückhaltemaßnahmen in der Landschaft“ fand im Februar 2024 eine Veranstaltung zur Wissensvermittlung für Schüler*innen aus sechs Grundschulen statt. Die Schüler*innen der zweiten Klasse lernten, was biologische Vielfalt bedeutet und warum sie für unsere Natur wichtig ist, und setzten sich mit ihrem Rückgang auseinander, wobei der Schwerpunkt auf Süßwasserökosystemen lag. Die Kinder lernten auch, invasive Fischarten zu identifizieren und ihre Auswirkungen auf unsere heimischen Fischarten zu erkennen, wobei sie sich auf die stark gefährdete Karausche und das Moderlieschen konzentrierten. Sie lernten, wie diese Arten geschützt und die Artenvielfalt gefördert werden kann. Im praktischen Teil lernten die Schüler*innen, mit Hilfe von Magneten Nahrungsnetze zu erstellen, die die im Teich lebenden Arten abbilden.

            Der zweite Teil fand im Juni 2024 statt: Schüler*innen derselben Grundschulen nahmen an einer Feldübung und einer Kartierung der biologischen Vielfalt in der Umgebung der Schulen teil. Jede Klasse erhielt ein Monitoring-Kit (d. h. einen Rucksack mit den für das Monitoring erforderlichen Werkzeugen) und ein Arbeitsblatt. Die Schüler*innen hatten die Aufgabe, die dort lebenden Tiere und Pflanzen zu finden und mit Hilfe von Bestimmungsschlüsseln korrekt zu identifizieren. Diese Aufgabe war als Wettbewerb konzipiert, und das Siegerteam gewann T-Shirts mit dem Logo des Projekts. Die Schüler*innen hatten viel Spaß an dieser Aufgabe und konnten eine positive Einstellung zur Erhaltung der biologischen Vielfalt entwickeln.

            An ausgewählten Standorten in der Nähe der Schulen wurden Karauschen (im Falle einer Grundschule auch Moderlieschen) wiederangesiedelt. Die meisten Schulen haben zu diesem Zweck einen eigenen Teich auf ihrem Grundstück angelegt. Auch andere geeignete Standorte in der Nähe der Schulen wurden für die Wiedereinführung von Karauschen identifiziert, ebenso wie Standorte, an denen bereits Karauschen vorhanden sind. Die Schüler*innen wurden durch das Messen und Wiegen der Fische miteinbezogen und hatten die Möglichkeit, sich an der Bewirtschaftung der Standorte zu beteiligen.