Dank der Hilfe von Freiwilligen aus der Bevölkerung hat das Projekt zur Rettung dieses heimischen tschechischen Fisches einen vielversprechenden Start hingelegt. Mehr als 1000 Menschen haben sich bereits an der Rettung der Karausche beteiligt.
Durch die Einbeziehung von Freiwilligen aus der Bevölkerung ist es möglich, ein Vielfaches an wissenschaftlich verwertbaren Daten zu sammeln. Die Qualität der auf diese Weise erhobenen Daten wird jedoch von Expert*innen häufig in Frage gestellt. Zu den häufigsten Zweifeln der Wissenschaftler*innen gehört die mangelnde Fähigkeit der Freiwilligen, zwischen verschiedenen Fischarten zu unterscheiden. Die Erhebung wird dadurch erschwert, dass sich die beiden Carassius-Arten sehr ähnlich sind und nicht alle sie richtig identifizieren können. Daher überwiegen oft Meldungen über die Karausche, obwohl es sich in vielen Fällen um den invasiven Giebel handelt.
Das Projekt beinhaltete ein Bestimmungs-Quiz, bei dem die Freiwilligen aufgefordert wurden, die Karausche vom Giebel zu unterscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass Daten von Teilnehmer*innen, die eine sehr gute Fähigkeit haben, die beiden Arten voneinander zu unterscheiden, zu bevorzugen sind (Abbildung 1), die Qualität der auf diese Weise erhaltenen Daten ist entsprechend hoch.
Das beweist, dass die Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Projekten von unschätzbarem Wert ist. Bei der Überprüfung der gemeldeten Standorte wurde eine große Anzahl von Karauschenpopulationen gefunden, die Erfolgsquote liegt bei etwa 30 %. Ohne die Hilfe der Öffentlichkeit hätten wir diese Populationen nicht gefunden.

