Wiederherstellung von Teichen für die Rückkehr der Brachse

Im Herbst 2025 wurde einer der Teiche in der Region Opava abgefischt und für die künftige Zucht von Brassen vorbereitet. Dabei wurden eine große Anzahl von Barschen, mehrere Graskarpfen und Schleien gefangen. Nach dem Fang wurde der Teich vollständig abgelassen und blieb den Winter über ohne Wasser. Das Einfrieren des Teichbodens ist ein wichtiger Bestandteil der Teichpflege - es trägt dazu bei, das Auftreten von Krankheiten und invasiven Arten, die möglicherweise zurückbleiben, zu verringern, trägt zur Erholung der Umwelt bei und schafft geeignete Bedingungen für die weitere Fischzucht.

In diesem Frühjahr (2026) wollen wir den Teich wieder auffüllen und Brassen aus der lokalen Population des nahe gelegenen Stausees einsetzen. Der Teich wird auch anderen einheimischen und gefährdeten Fischarten Zuflucht bieten. Unser Ziel ist es, ihr langfristiges Überleben zu fördern und die Artenvielfalt des gesamten Geländes zu verbessern.

Ende März fand ein Kontrollfang im Liberecer Stausee statt, dessen Hauptziel es war, den vorhandenen Fischbestand vor der geplanten Wiederansiedlung der Brassen zu bewerten. Der Fang fand im März 2026 statt und setzte die langfristigen Bemühungen zur Unterstützung dieser inzwischen stark bedrohten Art unserer Ichthyofauna fort.

Es wurden etwa 100 Flussbarsche, zahlreiche Schollen, mehrere Rotaugen, Schleien, Marmorierte Muränen und drei große, nicht heimische Silberbrassen gefangen. Einige der Arten, insbesondere die Barbe und die Rotfeder, wurden nach der Kontrolle wieder in den Teich eingesetzt, da sie keine nennenswerte Gefahr für die künftige Rotbarschpopulation darstellen und außerdem natürliche Bestandteile der örtlichen Wassergemeinschaften sind. Im Gegensatz dazu wurden einige Fischarten bewusst reduziert. Insbesondere der Flussbarsch ist ein wichtiger Räuber von Jungfischen und jungen Brassen, die in den frühen Entwicklungsstadien sehr empfindlich auf Räuberdruck reagieren. Eine weitere problematische Art ist die Silberbrasse, ein nicht einheimischer, invasiver Fisch, der in der Lage ist, die gemeine Brasse durch Konkurrenz um Nahrung und Raum zu verdrängen. Darüber hinaus kommt es an einigen Stellen zu Hybridisierungen zwischen den beiden Arten, was eine ernsthafte Gefahr für die Erhaltung genetisch reiner Brassenpopulationen darstellt. Daher ist die Begrenzung der Anzahl konkurrierender und räuberischer Arten ein wesentlicher Schritt für eine erfolgreiche Aufzucht. Nach Beendigung der Fischerei wurden die Feuerstelle und der technische Zustand des Damms überprüft. Anschließend wurde der Teich sofort wieder aufgefüllt, und innerhalb von zwei Tagen kehrte der Wasserstand in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Gleichzeitig wurde eine Informationstafel für die Öffentlichkeit aufgestellt, die über die Wiederansiedlung dieser stark gefährdeten Art informiert.

Die eigentliche Aussetzung der Brassen ist für Juni dieses Jahres geplant. Dank der getroffenen Maßnahmen ist der Stausee nun in der Lage, geeignete Bedingungen für die Etablierung einer stabilen und vielversprechenden Brassenpopulation zu bieten.

Die ganze Veranstaltung fand mit Hilfe von Vojtěch Hendrych und Matyáš Kareš statt, die sich um diesen Ort kümmern, der in Zukunft als Quelle für die Zucht von Rotbarschen in Nordböhmen dienen wird.

Text und Foto: Vojtěch Hendrych und Matyáš Kareš